# Schnellstart: Leistungen, Kunden & Projekte

Zeiterfassung, Budgets, Angebote und Rechnungen bauen auf drei Dingen auf. Richte sie in
dieser Reihenfolge ein:

1. **Leistungen**: was du verkaufst, zu welchem Tagessatz.
2. **Kunden**: an wen du verkaufst, mit Sonderpreisen, falls vereinbart.
3. **Projekte**: die Arbeit, die einen Kunden mit deinen Leistungen verbindet.

## 1. Leistungen

Eine **Leistung** ist eine Art von Arbeit mit einem **Tagessatz**, z. B. „Senior Developer,
1.200 €“. Jede Leistung gehört zu einer **Leistungskategorie** (z. B. *Development*,
*Design*), lege also zuerst die Kategorien an. Beides verwaltest du unter
**Administration → Leistungen** (nur Admins).

- **Jeder Zeiteintrag braucht eine Leistung.** Deren Satz × gebuchte Zeit ergibt den
  Umsatz des Eintrags.
- **Jedes Teammitglied hat eine Leistung als Expertise**, also seinen Standardsatz
  (verwendet z. B. beim Zeitimport aus Jira). Ein neuer Workspace startet mit der
  Leistung „Managing Director“, damit der erste Account sofort funktioniert. Ersetze oder
  ergänze sie durch deine echte Preisliste.
- Markiere eine Leistung als **nicht abrechenbar** für interne Arbeit wie Verwaltung, Vertrieb,
  Weiterbildung oder interne Projekte. Er hat keinen Satz und kann nicht auf Angebote oder
  Rechnungen. Darauf gebuchte Zeit zählt als Stunden (in Stundenbudgets und in der
  Kapazität), aber mit 0 € in Umsatz, Controlling und Kundenreports. Arbeit für einen
  Kunden, die du bewusst nicht berechnest, ist etwas anderes: Dort bleibt die Leistung
  abrechenbar.
- **Archiviere** Leistungen, die du nicht mehr verkaufst. Ihre Historie bleibt erhalten.

## 2. Kunden

Ein **Kunde** umfasst das Unternehmen, seine **Adressen** (für Angebote und Rechnungen)
und seine **Kontakte**.

Hast du mit einem Kunden Sonderpreise vereinbart, hinterlege **kundenspezifische Sätze**
beim Kunden. Seine Projekte rechnen dann mit diesen Preisen statt mit deinen Standardsätzen, außer ein
Projekt setzt eigene.

Kunden haben außerdem **Zuweisungen**: Ein Nutzer mit der Rolle *Zeiterfasser* sieht nur
Projekte von Kunden (oder Projekte), denen er zugewiesen ist.

## 3. Projekte

Ein **Projekt** gehört zu genau einem Kunden und bekommt eine Projektnummer (PNR), die dir
auf Zeitreports, Rechnungen und anderswo begegnet.

Ein neues Projekt bringt Planungs-Boards und ein erstes Ticket **„Allgemein / Briefing“**
mit. So lässt sich Zeit buchen, bevor es echte Tickets gibt.

Am Projekt legst du fest:

- **Budget**: in **Stunden** oder als **Betrag**, für das ganze Projekt oder **pro Monat**
  (für Retainer). Ein Betragsbudget zählt den Wert der gebuchten Zeit und die Fremdkosten des
  Projekts. Ein Stundenbudget zählt die gebuchten Stunden; die Fremdkosten stehen daneben, gemessen
  an dem, was die bestätigten Angebote verkauft haben. Überzogen ist ein Budget, sobald eins davon
  über 100 % liegt. Ein Monatsbudget zählt den laufenden Monat.
- **Projektsätze**: überschreiben Leistungssätze nur für dieses Projekt, etwa bei einem
  Festpreis oder einem einmaligen Rabatt.

## Wie Sätze weitergegeben werden

Bucht jemand Zeit, nimmt docket für die gewählte Leistung den spezifischsten Satz:

1. **Projektsatz**, falls für dieses Projekt festgelegt
2. **Kundensatz**, falls mit diesem Kunden vereinbart
3. **Account-Standard**, der normale Tagessatz der Leistung

Jeder Zeiteintrag speichert den Satz, der bei der Buchung galt, und der Umsatz wird daraus
berechnet (Tagessatz ÷ 8 Stunden). Das Controlling zeigt also echtes Geld, keine
Näherung.

Ändert sich ein Satz später, behalten bestehende Einträge ihren alten. Hakst du beim Speichern
**Bestehende Zeiteinträge aktualisieren** an (an der Leistung, am Kunden oder im Projekt), rechnet
docket die Einträge mit dem neuen Satz neu, auch ältere. Ausgestellte Rechnungen bleiben, wie sie
sind.

## Checkliste für die erste Stunde

1. **Administration → Leistungen**: Kategorien und Leistungen mit echten Tagessätzen anlegen.
2. **Administration → Nutzer**: jedem Teammitglied seine Expertise (Leistung) geben.
3. **Administration → Kunden**: den ersten Kunden mit Rechnungsadresse anlegen, dazu
   Sondersätze, falls vereinbart.
4. **Projekte → Projekt anlegen**, Budget setzen, Sätze prüfen.
5. Einen ersten Zeiteintrag auf das Briefing-Ticket buchen und dann unter
   **Projekt → Controlling** die Zahlen ansehen.