# Der Angebots- & Rechnungseditor

Im Tab **Auftragswesen** eines Projekts wird die Arbeit in **Zyklen** abgerechnet: ein Angebot,
seine Auftragsbestätigung und die Rechnungen und Lieferscheine, die daraus folgen. Alle diese
Dokumente nutzen denselben Editor.

## Die Dokumentenkette und ihre Status

Ein Zyklus läuft **Angebot → Auftragsbestätigung → Rechnung(en)**. Jedes Dokument durchläuft
diese Status:

1. **Entwurf**: *Nur Entwürfe sind bearbeitbar.* Sobald ein Dokument den Entwurf verlässt, sind
   Inhalt, Rabatte und Summen gesperrt, ebenso alles im Panel **Dokument** (Datum, Texte,
   Adresse, Kontakte, Sprache, Zusatzfelder). Das Panel zeigt sie dann so, wie sie im PDF stehen.
2. **Veröffentlicht**: final und bereit zum Versand. Jetzt bekommt eine Rechnung ihre Nummer.
3. **Bestätigt** (nur Angebote): Der Kunde hat angenommen. docket erstellt daraus die
   Auftragsbestätigung; selbst legst du nie eine an. Das Projekt-Dashboard zeigt ein bestätigtes
   Angebot als *Angebot bestätigt, Rechnung ausstehend*.
4. **Bezahlt** (nur Rechnungen): Setze es, wenn das Geld eingeht. Überfällige Rechnungen werden
   automatisch markiert.

Ein Angebot, das der Kunde hat (verschickt oder bestätigt), lässt sich **stornieren**, ein Entwurf
wird gelöscht. Beim Stornieren einer Rechnung entsteht eine Stornorechnung, die sie aufhebt. Den ganzen Ablauf als Diagramm zeigt
[Der Abrechnungszyklus im Überblick](https://docket.rocks/doku/abrechnungszyklus).

Projektmanager und Admins erstellen, bearbeiten und veröffentlichen Dokumente und markieren
Rechnungen als bezahlt. Rechnungen veröffentlicht allerdings nur ein Admin. Projektmanager und
Admins löschen ein Angebot, solange es Entwurf oder storniert ist, und eine Rechnung, solange sie
Entwurf ist. Auftragsbestätigungen und Lieferscheine löscht ein Admin.

## Phasen, Positionen, Leistungen

Ein Dokument hat drei Ebenen:

- **Phasen**: die großen Blöcke („Phase 1: Konzept“, „Phase 2: Umsetzung“), jede mit eigenem
  Titel, eigener Beschreibung und Zwischensumme. Der Kunde sieht dieselbe Struktur im PDF.
- **Positionen**: die Liefergegenstände in einer Phase („Design System“, „CMS-Setup“).
- **Leistungen**: die Preiszeilen in einer Position. Jede hat eine Leistung aus deiner
  Preisliste, eine Menge in **Tagen oder Stunden** und einen Satz (vorbelegt aus der Satz-Kaskade
  des Projekts, pro Zeile anpassbar).

Ein leeres Dokument fragt als Erstes nach seinem Aufbau:

- **In Phasen**: so viele Phasen, wie du brauchst. Eine Phase kann eigene Leistungen und
  Fremdkosten nebeneinander enthalten; jede Preiszeile sagt, was sie ist. Die richtige Wahl für
  alles Größere.
- **Agentur- und Fremdleistungen**: statt Phasen zwei feste Blöcke, **Agenturleistung** (was deine
  Agentur selbst leistet) und **Fremdleistung** (was du einkaufst und weiterberechnest).
  Gedacht für kleine, schnelle Angebote und Pauschalen.

> **Der Aufbau ist endgültig.** Ein Dokument besteht entweder aus Phasen oder aus den beiden
> festen Blöcken, nie gemischt, und später wechseln geht nicht. Auftragsbestätigung und
> Rechnungen übernehmen den Aufbau ihres Angebots. Hast du dich vertan, leg ein neues Dokument an.

Ein leeres Angebot oder eine leere Rechnung kann auch **aus einer Vorlage** starten (siehe
*Vorlagen*) und bekommt dann deren Aufbau.

## Arbeiten im Editor

Oben über einem Dokument:

- **Bearbeiten** öffnet links neben dem Dokument die Leiste zum Bearbeiten, **Kommentare** rechts die
  Kommentare deines Teams. Es ist immer nur eine offen.
- **Weitere Aktionen** enthält **Als Vorlage speichern**, **Zurück in den Bearbeitungsmodus** (ein veröffentlichtes Dokument
  wird wieder Entwurf), **Last-Minute-Korrektur** (eine veröffentlichte Rechnung, die dein Kunde noch
  nicht hat, geht mit ihrer Nummer zurück in den Bearbeitungsmodus), **Rechnung korrigieren** und
  **Angebot stornieren** / **Rechnung stornieren**. Angeboten wird nur, was das Dokument gerade erlaubt.
- **Veröffentlichen** macht den Entwurf final. docket bewahrt das PDF so auf, wie es rausging, egal was
  Briefkopf, Adresse oder Fußtexte später sagen. Eine veröffentlichte Rechnung behält außerdem
  ihre Beträge und ihr Fälligkeitsdatum (Rechnungsdatum plus Zahlungsziel des Kunden oder des
  Workspace, aufgedruckt).

Die Bearbeiten-Leiste zeigt die Einstellungen des Dokuments (Ansprechpartner, Datum, Sprache,
Adresse, Intro- und Schlusstext, Zusatzfelder des Kunden), bis du eine Phase, einen Block, eine
Position oder eine Preiszeile anklickst oder mit **+** hinzufügst. Dann bearbeitet sie das. Über
den Pfad oben (z. B. *Dokument › Phase 1 › 1.2 Layout*) kommst du zurück.

Außerdem im Editor:

- **Optionale Teile**: Eine Phase, Position oder Preiszeile kann optional sein. Der Kunde sieht
  sie, sie ist aber **nicht in der Summe enthalten**. Das passt für Upsells und Alternativen.
  Bei einer Phase geht das über **Optionale Phase** direkt unter ihrem Titel. Die Blöcke
  Agenturleistung und Fremdleistung können nicht als Ganzes optional sein.
- **Rabatt / Aufschlag** auf das ganze Dokument.
- **MwSt pro Zeile.** Ein Dokument startet mit dem Standardsatz deines Workspace, und jede
  Preiszeile kann einen anderen deiner Sätze wählen (etwa Druck zu 7 % neben Gestaltung zu 19 %).
  Eine Leistung kann einen eigenen Startsatz haben, dann beginnen „Druck“-Zeilen ohne Klick bei
  7 %. Auf einem gemischten Dokument nennt jede Zeile ihren Satz, und das PDF weist die MwSt je
  Satz mit dem zugehörigen Nettobetrag aus, dazu den Bruttobetrag. Ein Angebot mit nur einem Satz
  endet bei der Nettosumme. Rabatte, Aufschläge, Abschlagszahlungen und die Abzüge der
  Schlussrechnung werden genauso auf die Sätze verteilt. Ob überhaupt MwSt anfällt, entscheidet
  die Kundenadresse (siehe *Kunden: Kontakte, Adressen & Zusatzfelder*). Sätze und steuerliche
  Behandlung werden festgeschrieben, sobald das Dokument den Entwurf verlässt.
- Ein freier **Fußtext** pro Dokument (Konditionen, Lieferhinweise).
- Eine **Sprache** pro Dokument (Deutsch oder Englisch). Beschriftungen und PDF richten sich
  danach.
- Die **Zusatzfelder** des Kunden (z. B. eine Bestellnummer) werden im PDF gedruckt (siehe
  *Kunden: Kontakte, Adressen & Zusatzfelder*).

Der Rechnungseditor zeigt pro Zeile angebotene und **abgerechnete Mengen**, also wie viel vom
Angebot jede Rechnung verbraucht.

## Vorlagen

Eine Vorlage hebt den Inhalt eines Dokuments für das nächste auf: Phasen (oder die beiden festen
Blöcke) mit Positionen und Preiszeilen, Intro- und Schlusstext und die Einstellung „Zwischensummen
der Positionen im PDF zeigen“. Rabatte und Aufschläge gehören nicht dazu. Eine aus einem Angebot gespeicherte
Vorlage wird für Angebote angeboten, eine aus einer Rechnung für Rechnungen.

- **Speichern:** **Weitere Aktionen → Als Vorlage speichern**. Gib einen Namen und optional eine Notiz an und
  wähle, ob die Vorlage **für alle Kunden** oder **nur für den Kunden dieses Dokuments** gilt.
- **Im Dokument nutzen:** Ein leeres Angebot oder eine leere Rechnung zeigt unter **Oder mit einer
  Vorlage starten** die Vorlagen für alle Kunden und die des eigenen Kunden. Ein Klick füllt das
  Dokument. Eine Rechnung zu einer Auftragsbestätigung übernimmt deren Positionen, deshalb starten
  nur Rechnungen ohne Auftragsbestätigung aus einer Vorlage.
- **Aus der Liste nutzen:** **Auftragswesen → Vorlagen** zeigt alle Vorlagen, gruppiert nach *Alle
  Kunden* und je Kunde. **Verwenden** fragt nach dem Projekt (bei einer Kundenvorlage eines der
  Projekte dieses Kunden), legt dort einen Entwurf an und öffnet ihn. Eine so angelegte Rechnung
  beginnt einen eigenen Abrechnungszyklus.
- **Preise:** Leistungszeilen merken sich nur Leistung und Menge. Bepreist werden sie mit den
  Sätzen des Projekts, in dem du die Vorlage nutzt, also bringt eine Vorlage nie einen alten Satz
  oder den eines anderen Kunden mit. Freie Zeilen und Pauschalen behalten ihre Beträge. Wurde
  eine Leistung aus der Vorlage inzwischen gelöscht, steht das in der Liste: Ihre Zeilen würden
  nichts kosten.
- **Ändern:** Starte ein Dokument aus der Vorlage, pass es an und wähle **Weitere Aktionen → Als
  Vorlage speichern** und dann **„…“ mit diesem Angebot aktualisieren** (bzw. **mit dieser Rechnung**).
  Name, Notiz und Kunde änderst du unter **Auftragswesen → Vorlagen**, wo du Vorlagen auch löschst. Schon aus einer
  Vorlage entstandene Dokumente ändern sich dabei nicht.

Abschlags- und Stornorechnungen nehmen keine Vorlage: Ihr Inhalt kommt aus dem Angebot bzw. aus
der Rechnung, die sie stornieren.

Projektmanager und Admins speichern, ändern und löschen Vorlagen, auch die von Kolleg:innen.

## Rechnungsnummern

- Ein Entwurf hat **keine Nummer**. Sein PDF zeigt einen Platzhalter und ist als Entwurf
  gekennzeichnet.
- Die Nummer wird **beim Veröffentlichen** vergeben, fortlaufend und lückenlos pro Workspace.
  Gelöschte Entwürfe verbrauchen keine Nummer.
- Ein optionales, datumsbasiertes **Präfix** kommt aus deinen Kontoeinstellungen: Ein
  Jahrespräfix macht aus 20034 die Nummer `2026-20034`.
- Muss die Nummer von anderswo kommen (etwa aus einer bestehenden ERP-Nummernfolge), aktiviere
  **Eigene Rechnungsnummer** unter Administration → Einstellungen → Rechnungsstellung. Die eigene
  Nummerierung von docket ist dann aus: Beim Veröffentlichen gibst du die Nummer ein, und docket
  prüft nur, dass sie noch frei ist.

## Firmenweite Dokumenteinstellungen

Unter **Administration → Einstellungen → Rechnungsstellung** legst du fest, was auf jedem PDF steht
(Briefkopf, Bankverbindung, USt-IdNr., Logo), und welche **MwSt-Sätze** eine Zeile wählen kann.
Einer davon ist der **Standard**, mit dem neue Dokumente und Zeilen starten. Das Entfernen eines Satzes
ändert kein Dokument: Ausgestellte Dokumente behalten ihre Sätze, und eine Entwurfszeile mit
diesem Satz behält ihn (angezeigt als „nicht mehr angeboten“), bis du einen anderen wählst.

Ändert sich ein Satz per Gesetz, leg den neuen an und mach ihn ab dem Stichtag zum Standard. Den alten
entfernst du, sobald nichts mehr dazu abgerechnet wird. Prüf Entwürfe für Arbeit nach dem Stichtag.

**Land**: Deutschland, Österreich oder die Schweiz, also der Sitz deiner Firma. Du wählst ihn bei
der Registrierung, die Einrichtung fragt noch einmal nach. Davon hängt ab, wie deine Steuernummern auf
den Dokumenten heißen („UID-Nr.“ in Österreich, „MWST-Nr.“ in der Schweiz), welcher Hinweis auf
Dokumenten ohne MwSt steht und wie Zahlen geschrieben werden (CHF 1'234.50 in der Schweiz). Eine
österreichische Rechnung über 400 € brutto lässt sich nur mit deiner UID-Nr. veröffentlichen, über
10.000 € brutto auch nur mit der des Kunden. Ein Schweizer Workspace hat kein EU-Reverse-Charge:
Kunden im Ausland laufen unter „Ausland“. Ein neues Land bringt seine MwSt-Sätze mit, außer du hast
sie schon angepasst. Wie die Währung steht das Land fest, sobald das erste Dokument oder der erste
Fremdkostenbeleg existiert.

**Schweizer QR-Rechnung**: Ein Schweizer Workspace trägt dort seine IBAN oder QR-IBAN und die Adresse des
Kontoinhabers ein. Jede Rechnung bekommt dann die QR-Rechnung als letzte Seite, sobald sie ihre
Nummer hat, mit dem fälligen Betrag und der Kundenadresse als Zahler. Mit einer QR-IBAN ist die
Referenz eine QR-Referenz aus der Rechnungsnummer, sonst eine Creditor Reference (RF…).

**Währung**: Euro, in der Schweiz Schweizer Franken oder Euro, für jeden Betrag im Workspace. Leg
sie vor dem ersten Dokument oder Fremdkostenbeleg fest, danach ist sie fix.

**USt.-Status**: wann du **Kleinunternehmer** warst (in der Schweiz: **Nicht MWST-pflichtig**) und
wann du MwSt berechnet hast, jeweils ab einem Datum; der erste Eintrag gilt auch für alles davor.
An den Tagen, an denen du Kleinunternehmer bist, berechnen Dokumente an Kunden in deinem Land keine
MwSt, und ihr Fußtext beginnt mit dem Hinweis, den das Recht deines Landes verlangt. Ein Schweizer
Dokument erwähnt die MWST dann gar nicht. Kunden im Ausland behalten ihre Behandlung. Grenze
überschritten? Füg „Regelbesteuerung“ ab dem Tag hinzu (**Hinzufügen**), ab dem du MwSt berechnest,
umgekehrt genauso. Ein neuer Status beginnt nach deinem letzten ausgestellten Dokument und deinen
letzten Fremdkosten, und einen mit Dokumenten oder Fremdkosten in seinem Zeitraum kannst du nicht
mehr löschen (das Schloss sagt, warum): Ausgestellte Dokumente ändern sich nie. Entwürfe ziehen
sofort mit.

- **Einstellungen → Texte**: die Texte, die ein Dokument in seiner Sprache zeigt, also die Fußtexte
  für Angebote und Rechnungen und die Dokumenttitel („Rechnung“, „Final Invoice“, …), Deutsch und
  Englisch nebeneinander.
- **Einstellungen → Schrift**: standardmäßig Inter, oder deine eigene Schrift (TrueType oder OpenType, je
  Schnitt hochgeladen). Lade nur eine Schrift hoch, deren Lizenz das Einbetten in die PDFs
  erlaubt, die du verschickst; docket kann Schriften nicht für dich lizenzieren.

## Rechnungstypen

Wenn du in einem Zyklus eine Rechnung erstellst, wählst du ihren Typ. docket hält die Typen
innerhalb eines Zyklus stimmig (Abschlags- und Teilrechnungen lassen sich zum Beispiel nicht
mischen).

Eine Rechnung zu einem Angebot zeigt, worin sie davon abweicht: **Blau** steht nicht im Angebot,
**Gelb** ist anders als im Angebot; eine Zeile über dem Dokument sagt, welche Farben vorkommen. Eine
Rechnung ohne Angebot markiert nichts.

### Abschlagsrechnung

Berechnet einen **Teil der Angebotssumme** vor oder während der Arbeit, als Prozentsatz oder
festen Betrag. Gedacht für Vereinbarungen wie „50 % bei Auftragserteilung“.

### Teilrechnung

Berechnet **ausgewählte fertige Positionen** des Angebots zu ihrem tatsächlichen Wert. Sie beginnt
mit jeder Position angehakt, die noch keine frühere Rechnung abgerechnet hat; bei dem, was noch nicht
fällig ist, nimmst du den Haken heraus. Die abgerechneten Mengen werden mitgeführt, sodass die nächste Teilrechnung dort
weitermacht, wo die letzte aufgehört hat.

Eine Position, die du einer Rechnung hinzufügst, ist angehakt. Eine Rechnung ohne Angebot berechnet
alles, was sie enthält, und zeigt deshalb gar keine Haken.

### Schlussrechnung

Schließt den Zyklus ab. Sie enthält das komplette Angebot **einschließlich unterwegs
hinzugekommener Positionen** und führt alle vorherigen Abschlags- und Teilrechnungen als Abzüge
auf, sodass der Kunde sieht, was noch zu zahlen ist. Danach nimmt der Zyklus keine Rechnungen
mehr an.

### Stornorechnung

Macht eine veröffentlichte Rechnung ungültig: Sie verweist auf die **ursprüngliche Rechnung**,
spiegelt deren Inhalt und bekommt eine eigene Nummer. Das Original wird als storniert markiert;
gelöscht oder neu nummeriert wird nichts.

## Wo die Finanzseite anknüpft

- Ein **bestätigtes Angebot** zählt im Umsatz-Forecast. Ins Budget des Projekts kommt es über den
  Dialog nach **Angebot bestätigen**: **Als Budget setzen** oder **Zum Budget addieren**.
- Die **Projektliste** zeigt in der Spalte **Abgerechnet**, wie weit die Zyklen eines Projekts
  abgerechnet sind (siehe *Abrechnungszyklus*).
- Dem Angebot zugeordnete **Fremdkosten** lassen sich als PDF-Paket für den Kunden exportieren
  (siehe *Fremdkosten*).